Stich-Worte aus dem Werk von Max Frisch versammelt dieser Band,
der 1975 als Jubiläumsbuch zum 25jährigen Bestehen des
Suhrkamp Verlags erschien und damals nur während einer einzigen
Woche erhältlich war. Was Uwe Johnson mit dieser Sammlung
vorhatte, ist aus seinem Vorwort zu erfahren: Es ging ihm vor
allem darum, »aus Stichworten eine Biographie von Max Frisch
herzustellen, nicht mit den üblichen Lebensdaten, sondern
mit solchen, die verwirklicht wurden im Umgang mit der heimatlichen
wie der deutschen Sprache, in Versuchen mit Liebe, in Verletzungen
durch die Liebe, in der Ausübung von Berufen, im Nachdenken
über die eigene Nation und in Bitten an sie, in Besuchen
bei den Deutschen, Leben und Reisen in anderen Ländern, im
Suchen nach einer eigenen Wirklichkeit, im unablässigen Suchen
nach einer Manier, mit der die Menschen miteinander auskommen
können«.
»Uwe Johnson gelingt es«, schreibt Die Zeit, »etwas
von der geistigen Unruhe dieses Schriftstellers lebendig zu erhalten,
der in Montauk die Einsicht formulierte: »Leben ist langweilig,
ich mache Erfahrungen nur noch, wenn ich schreibe.«