Nach sechzehn Jahren kehrt Ela in ihr abgelegenes Heimatdorf im Erzgebirge nahe der tschechischen Grenze zurück. Sie wollte der Enge entfliehen, in Berlin Kunst studieren. Frisch getrennt, zieht sie nun vorübergehend bei ihrer Schwester und deren Mann ein. Zum ersten Mal seit Jahren sieht Ela auch David wieder, ihren leiblichen Sohn, inzwischen siebzehn Jahre alt, den Katha und Stephan als Baby adoptierten. Ela muss sich ihrer Vergangenheit stellen: der nicht vorhanden Beziehung zu ihrem Kind, der gescheiterten Karriere als Malerin, dem ambivalenten Verhältnis zu ihrer Schwester. Unterdrückte familiäre Konflikte, verdrängte Schuld und die Frage, was ein gelungenes Leben ausmacht, stehen zwischen ihnen. Als dem Dorf nach starken Regenfällen eine Flutkatastrophe droht, entladen sich die Spannungen ¿ und bringen den Menschen in Gefahr, den Ela und Katha am meisten lieben.