»Ich habe gefoltert.«Es ist 1984 in Chile, zur Zeit der Pinochet-Diktatur. Verzweifelt, aber entschlossen betritt ein Mann die Büros einer Oppositionszeitschrift. Er ist ein Agent der Geheimpolizei und seine Aussage wird Chile für immer verändern.
Die wahre Geschichte dieses Geheimagenten, seine Mitschuld an den schlimmsten Verbrechen des Regimes, aber auch sein Wille, die Dinge aufzuklären, beschäftigt die Erzählerin, inzwischen eine erfolgreiche Journalistin und Dokumentarfilmerin, auch noch lange nach dem Ende der Diktatur. Sie rekonstruiert sein Leben und folgt ihm an Orte, die Archive nicht vermitteln können: in die düsteren Grauzonen der Geschichte, wo das ganz normale Leben, Popsongs und Fernsehserien wie »Twilight Zone« direkt neben den brutalen Machenschaften eines Regimes existieren, in dem es zum Alltag gehörte, dass Menschen spurlos verschwanden.