Arne Willent, ein Junge mit verschiedenfarbigen Augen, wird Ende der Sechzigerjahre in eine postfaschistische Welt hineingeboren. An der Schwelle zu einer Zeit des Aufbruchs und bedeutsamer gesellschaftlicher Veränderungen versuchen Arne und seine drei Geschwister Volkhart, Franz und Hanne ihren Platz zu finden. Der gewalttätige Vater trägt wirtschaftlichen Erfolg und gesellschaftliche Anerkennung auf dem Rücken seiner Kinder aus. Die unterwürfige Mutter schaut weg und betrachtet Leid als gott- und naturgegeben. Duckmäusertum, Rassismus und Missbrauch, die Übel der Vergangenheit, werfen ihre Schatten auch auf die neue Zeit voraus. Den vier Geschwistern gelingt der Ausbruch nur durch die Allianz mit anderen Versehrten und die Flucht in Rausch und Betäubung.
Willents Brut ist ein poetischer Roman über Tod und Niedergang, das Fortwirken zerstörerischer Kräfte und den tragischen Sog der Illusion.