Im Sommer 1939 verschwand Albert Meyer, 39 Jahre, verheiratet, Vater zweier Töchter, Unternehmer in zweiter Generation - und Grossvater des Autors. Albert schwang sich auf sein Fahrrad und machte sich auf den Weg. Er fuhr dem drohenden Krieg davon, seinen Sorgen und seinem Weltschmerz. Einfach los, die Familie und die Arbeit zurücklassend. Er fuhr über 700 Kilometer durch die Schweiz, überquerte mit seinem Dreigänger mehrere Alpenpässe und befasste sich mit seiner Rolle in einer unsicheren Zeit. Bis er Ruhe, Klarheit und Zuversicht fand. Dann kehrte er zurück.
Dies ist seine Geschichte. Und die seines Enkels, der die Reise Jahrzehnte später - auch mit drei Gängen - wiederholt, zunächst ohne einen tieferen Sinn darin zu erkennen. Erst im Nachhinein, als er selbst an einem Wendepunkt im Leben steht, eröffnet sie ihm neue Perspektiven.