Pflegehelfer François ist Profi. Er weiß genau, was, warum und wie er es tut. Nicht nur, weil er es gelernt hat, sondern weil sein Einfühlungsvermögen ihm sagt, worauf es bei diesem Beruf, der für ihn eher Berufung ist, ankommt. Auch wenn er weiß, dass seine Tätigkeit eine Dienstleistung darstellt, ist ihm bewusst, dass er sich um Menschen kümmert, die ihre eigene Vergangenheit und Art haben, zu denken und zu handeln. Im Gegensatz zu den meisten seiner Kollegen sieht er seine Aufgabe darin, einen günstigen Kontext zu schaffen, damit der alte Mensch sich frei entscheiden kann. Dass diese Einstellung nicht von allen Kollegen und schon gar nicht von den Managern der medizinisch-sozialen Einrichtungen mitgetragen wird, liegt auf der Hand. Auch die sich daraus für François ergebenden Probleme ?
Nach bereichernden Jahren in der Altenpflege ist der Autor in seinem autobiografischen Buch der Ansicht, dass der Mensch nicht einen anderen Menschen pflegen, sondern sich um diesen lediglich kümmern muss, damit er sich selbst pflegen kann.