Es ist der behutsame, unprätentiöse Tonfall, der an diesem Buch sofort verfängt. Mit Gleichmut und geschärfter Aufmerksamkeit blickt der Schweizer Schriftsteller Alain Claude Sulzer auf seine Vergangenheit zurück und lässt sie in prägnanten Szenen lebendig werden. Das Ergebnis sind autobiografische Miniaturen ohne jedes Pathos, aufgereiht wie an einer Perlenkette, mit bewussten Lücken und Leerstellen. Zugleich entsteht ein kleines Epochenbild der Schweiz zwischen 1956 und 1976. (?) Mit diskreter Eleganz erweckt Sulzer den weit entrückten Kontinent der Jugend wieder zum Leben.