»Und versuchen Sie bitte nicht, meine Bekanntschaft zu machen; ich würde Sie äußerlich und auch im Auftreten enttäuschen; das Beste, was ich bin und habe, gebe ich Ihnen ohnedies ... in meinen Büchern.« Mit dieser Mahnung an den Leser beginnt Arno Schmidt seine Sammlung fiktiver Briefe, unter denen der furioseste sich an den unglücklichen Verfasser einer mißratenenen übersetzung von Poes
Der Untergang des Hauses Usher
richtet, der zarteste und dankbarste Johann Gottfried Schnabel, dem Autor der
Insel Felsenburg
, zugedacht ist und von der Erzählung
Die Fremden
gekrönt wird - und der knappste geht Klopstock zu, mit den lakonisch vernichtenden Worten: »Sehr geehrter Herr! Anbei den Messias zurück.
Ihr Arno Schmidt.«
Entstanden in den Jahren 1948 und 1949, erschien Arno Schmidts »zweites Buch« nach dem
Leviathan
erst 40 Jahre später, als Erstveröffentlichung aus dem Nachlaß.
Zum 90. Geburtstag des Autors am 18. Januar 2004 liegt im suhrkamp taschenbuch mit
Arno Schmidts Wundertüte
ein eigenwilliges, kurioses, überaus witziges Buch für Liebhaber seines Werks, aber auch für Einsteiger vor.